Tribulaun-Trail: Anspruchsvolle Abfahrt durchs Schneetal

Länge: 16,5 km | Dauer: ca. 3:30 h mit E-MTB | Höhenmeter: 1.100 Hm
Trage-/Schiebestrecke: ca. 250 Hm (45 Min.) | Schwierigkeit: S2+/G2
Technik-Highlights: Mehrere Spitzkehren S3/G2, einzelne Stellen S4/G3


Ein alpiner Trailklassiker mit Biss

Die Runde zur Tribulaunhütte ist nichts für Trail-Neulinge – dafür aber ein echtes Highlight für Liebhaber technischer Abfahrten in hochalpiner Kulisse. Auf 16,5 Kilometern bietet die Tour alles, was das Enduro-Herz höherschlagen lässt: Grobsteinige Abschnitte, enge Kehren, ausgesetzte Stufen und einen Mix aus Schieben, Tragen und Fliegenlassen.


Hoch zur Hütte: Muskelarbeit und Schiebepassagen

Die Tour beginnt mit einem längeren Uphill – etwa 1.100 Höhenmeter stehen auf dem Plan, wovon 250 Hm als Trage- bzw. Schiebestrecke absolviert werden müssen. Gerade in der Schlusspassage unterhalb der Tribulaunhütte ist Muskelarbeit gefragt: Das Gelände wird steiler und verblockter, E-MTBs geraten hier an die Grenzen der Fahrbarkeit.


Abfahrt Teil 1: Technisch in die Tiefe (S3/G2)

Vom Schneetalschluss hinunter zur Hütte beginnt der Trail sofort technisch: Grober Fels, enge Spitzkehren, loses Geröll. Fahrtechnisch ist hier S3/G2 angesagt – Versetzen des Hinterrads ist Pflicht, Balance und Blickführung entscheiden über flüssiges oder stockendes Fahren.


Abfahrt Teil 2: Lockerer Flow zur Zwischenetappe (S1–S2)

Von der Tribulaunhütte hinunter bis zum Beginn der Serpentinen zeigt sich der Trail zahmer: Ein Abschnitt auf S1-Niveau erlaubt es, kurz durchzuatmen und das Panorama zu genießen. Danach wird’s wieder ernst.


Abfahrt Teil 3: Spitzkehren-Challenge (S3/G2–S4/G3)

Die nun folgenden Serpentinen sind nichts für Anfänger. Extrem eng, mit losem Untergrund und wenig Spielraum für Fehler, stellen sie eine echte Spitzkehren-Übungseinheit dar. Stellenweise erreicht der Trail hier S4/G3-Niveau, insbesondere auf stufigen Abschnitten mit wenig Auslaufzone. Wer hier runterkommt, darf sich zu Recht fortgeschritten nennen.


Abfahrt Teil 4: Talflow mit Überraschung (S2–S3)

Der Trail zieht weiter taleinwärts und präsentiert sich stellenweise als fast flowiger S2-Trail – bis größere Felsstufen und Blockpassagen den Rhythmus stören. Technisch wird es hier wieder S3, aber nie unfair.


Finale am Wasserfall: Treppen, Stufen, Gänsehaut (S3/S4)

Das letzte Drittel führt hinab zu einem beeindruckenden Wasserfall. Der Trail bleibt steil, stufig und gespickt mit engen Kehren – technisch gesehen erneut im Bereich S3/S4, mit kurzen Stellen, die auch versierte Fahrer:innen fordern. Wer noch Körner in den Beinen hat, wird hier mit einem echten Finale belohnt.


Fazit: Ein Trail mit Charakter

Die Tour zur Tribulaunhütte und durch das Schneetal zurück ist keine klassische „Flowrunde“, sondern eine alpine Herausforderung. Wer enge Kehren liebt, technisch sauber fährt und mit Schiebe- bzw. Tragepassagen umgehen kann, wird hier eine der lohnendsten Abfahrten der Region erleben.

 

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