Shredden an den Südhängen von Innsbruck

Eigentlich ist Hochwinterzeit – aber an den Südhängen von Innsbruck herrscht gerade Frühlingsstimmung. Während oben im Wald noch vereinzelt eisige Stellen und harte, schattige Passagen warten, präsentieren sich die unteren Abschnitte bereits erstaunlich trocken und griffig. Genau diese Mischung macht die Runde aktuell besonders spannend: Winter-Frühlingsshredden vom Feinsten.

Diese technisch anspruchsvolle MTB-Runde an der Innsbrucker Nordkette kombiniert drei markante Singletrails: Aspachtrail (S2/S2+), Nissltrail (S3+) und Ölbergtrail (S1–S2). Mit 23,5 Kilometern und 1300 Höhenmetern richtet sich die Tour klar an erfahrene Mountainbiker*innen mit sicherer Fahrtechnik im Bereich S3/S4. Aufgrund der Höhenmeter und der aktuellen Bedingungen ist der Einsatz eines E-MTB definitiv empfehlenswert.


Tourüberblick

  • Länge: 23,5 km

  • Höhenmeter: 1300 Hm (davon ca. 100 Hm Schieben)

  • Gesamtzeit: ca. 2:45 h (mit E-MTB)

  • Schwierigkeit: S3/G2, punktuell S4

  • Trails: Aspachtrail, Nissltrail, Ölbergtrail

Download file: Aspach_Nissl_Oelbergtrail.gpx


Aspachtrail – Flowiger Einstieg mit winterlichem Touch (S2/S2+)

Der Aspachtrail startet bei der Hütte und führt auf verfestigtem Untergrund angenehm flowig Richtung Rauschbrunnen. Im oberen Bereich erinnern schattige Waldpassagen noch an den Winter: einzelne eisige Stellen und harter Boden verlangen sauberes Bremsen und eine aktive Fahrweise, sind aber gut kontrollierbar.

Der Trail bewegt sich hier im Bereich S2-/G2 und lässt sich insgesamt sehr gut fahren. Ab dem Rauschbrunnen wird es spürbar frühlingshafter: trockener Untergrund, besserer Grip und steigende Anforderungen im S2+-Bereich, ergänzt durch einzelne S3-Stellen, bei denen präzise Linienwahl gefragt ist.


Nissltrail – Technischer Kern der Runde (S3/G2 mit S4-Stellen)

Der Nissltrail ist das Herzstück der Tour und gleichzeitig der technisch anspruchsvollste Abschnitt. Mit einer Grundschwierigkeit von S3/G2 und mehreren S4-Spitzkehren zählt er zu den härtesten Trails rund um Innsbruck.

Steile Stufen, enge Kehren und verblocktes Terrain verlangen volle Konzentration. Gerade im oberen Teil können vereiste Randbereiche oder harte Bodenplatten auftreten – nichts Unfahrbares, aber definitiv Stellen, an denen eine saubere Technik und ein ruhiger Fahrstil entscheidend sind. Richtung Gramart wird der Trail zunehmend trockener und griffiger.

Nach dem Gramarthof zweigt die Strecke rechts in Richtung Ölbergtrail ab.


Ölbergtrail – Frühlingsklassiker mit Technik (S1–S2, punktuell S3)

Der Ölbergtrail beginnt deutlich moderater und zeigt sich aktuell bereits überraschend frühlingshaft. Wurzelige Passagen, leichte Stufen und schnelle Zwischenstücke führen über das Sprengerkreuz hinunter nach St. Nikolaus.

Obwohl der Trail überwiegend im S1/S2-Bereich liegt, sorgen einzelne S3-Spitzkehren sowie zahlreiche Treppenstufen für technische Würze. Besonders nach den anspruchsvollen oberen Trails fühlt sich der Ölbergtrail wie ein verspielter, aber keineswegs langweiliger Ausklang an.


Fazit – Winter-Frühlingsshredden direkt über Innsbruck

Diese Tour ist perfekt für alle, die auch im „Hochwinter“ nicht auf technische Trails verzichten wollen. Die Kombination aus eisigen, aber gut fahrbaren Passagen im oberen Bereich und griffig-frühlingshaften Trails weiter unten macht die Runde besonders reizvoll.

Flowige Abschnitte, wurzelige Passagen und knackige S3–S4-Schlüsselstellen sorgen für ein intensives, abwechslungsreiches Mountainbike-Erlebnis – und das direkt über den Dächern von Innsbruck. Wer jetzt Lust auf Winter-Frühlingsshredden hat und technisch sicher unterwegs ist, wird an dieser Runde richtig Freude haben. 🚵‍♂️❄️🌱

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