Naturtrail-Feeling trifft auf technische Herausforderungen
Die Zirler Trilogie ist mehr als nur eine klassische Endurorunde – sie ist ein abwechslungsreiches Trail-Erlebnis, das von verspieltem Naturflow bis hin zu anspruchsvollen Schlüsselstellen alles bietet, was das Biker-Herz begehrt. Auf rund 22,5 Kilometern entfaltet sich eine Tour, die mit steigender Intensität fordert und gleichzeitig mit beeindruckenden Ausblicken und echtem Trailcharakter belohnt.
Auftakt: Verspielt und naturnah Richtung Fragenstein
Der Einstieg in die Runde gelingt angenehm: Im Schwierigkeitsgrad S1/G1 rollt der Trail locker an und vermittelt sofort ein harmonisches Naturtrail-Feeling. Erste S2-Passagen sorgen früh für die nötige Aufmerksamkeit, ohne dabei den Flow zu stören. Genau diese Balance macht den Reiz des Einstiegs aus.
Mit zunehmender Strecke – besonders in Richtung Leithen – wird der Trail zunehmend verspielter und bleibt dabei wunderbar naturbelassen. Spätestens am Kalkofen steigt der Anspruch spürbar an: Eine wurzelige Querfahrt im Bereich S2-/G2 verlangt saubere Linienwahl und aktives Bike-Handling. Wer hier konzentriert bleibt, wird mit einem intensiven Trailgefühl belohnt, das man so schnell nicht vergisst.
Das erste Etappenziel ist die Ruine Fragenstein – ein perfekter Ort für eine kurze Pause. Zwischen alten Mauern und Geschichte lässt sich neue Energie tanken, bevor es weitergeht.
Charakter: Verspielt, naturbelassen, mit steigendem Anspruch
Highlight: Wurzelige Querfahrt & die Ruine Fragenstein
Vogeltrail: Flow mit der richtigen Portion Würze
Nach dem technischen Warm-up folgt der Vogeltrail – ein willkommener Kontrast. Der Einstieg erfolgt beim Krankenhaus, und sofort zeigt sich der Trail von seiner flowigen Seite. Fester, griffiger Untergrund lädt dazu ein, Geschwindigkeit aufzunehmen und das Bike laufen zu lassen.
Mit einem durchschnittlichen Schwierigkeitsgrad von S2 ist der Trail ideal für fortgeschrittene Fahrer. Doch Vorsicht: Immer wieder eingestreute S3+-Passagen fordern volle Konzentration und präzise Linienwahl. Genau diese Mischung aus Tempo und Technik sorgt für den besonderen Reiz.
Das große Finale dieses Abschnitts ist ein echtes Highlight: Der letzte Teil öffnet den Blick über das Inntal – ein Moment, in dem Flow, Panorama und Trailspaß perfekt verschmelzen.
Charakter: Schnell, flowig, technisch gewürzt
Untergrund: Fester Waldboden, Wurzeln, vereinzelte Stufen
Highlight: Panorama-Finale über dem Inntal
Keilerbodentrail: Der anspruchsvolle Abschluss
Zum Abschluss zeigt die Zirler Trilogie noch einmal ihre kompromisslose Seite. Vom Brunntalweg führt der Keilerbodentrail talwärts – und das über grobsteinigen, ruppigen Untergrund. Hier wird es ernst.
Der Trail bewegt sich konstant im Bereich S2+ bis S3+, durchzogen von anspruchsvollen S3- bis S4-Passagen. Lose Steine, Felsstufen und steilere Abschnitte verlangen präzise Fahrtechnik, eine saubere Gewichtsverlagerung und mentale Stärke. Fehler werden hier nicht verziehen.
Die Schlüsselstelle kurz vor dem Ende hat es noch einmal in sich: technisch, steil und fordernd – aber genau das macht sie zum krönenden Abschluss. Wer sie meistert, nimmt ein echtes Erfolgserlebnis mit ins Tal.
Charakter: Rau, technisch, fordernd
Untergrund: Fels, lose Steine, natürliche Stufen
Highlight: Anspruchsvolle Schlüsselstelle kurz vor Schluss
Tourdaten im Überblick
- Länge: 22,5 km
- Gesamtzeit: ca. 2:15 Std. (mit E-MTB)
- Aufstieg: 1150 Höhenmeter
- Schwierigkeitsgrad: S2+/G2 mit zahlreichen S3+/G3-Stellen
Fazit
Die Zirler Trilogie ist eine Endurorunde, die ihrem Namen gerecht wird: drei unterschiedliche Trailcharaktere, die zusammen ein intensives Gesamtpaket ergeben. Vom verspielten Naturtrail über flowige Passagen bis hin zum technisch anspruchsvollen Finale ist alles dabei.
Wer eine abwechslungsreiche Tour mit sportlichem Anspruch sucht und bereit ist, technisch gefordert zu werden, wird hier voll auf seine Kosten kommen – inklusive unvergesslicher Trailmomente und grandioser Ausblicke.


